Freistellung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber

Freistellung

„Sie sind beurlaubt!“ so klingt eine Freistellung umgangssprachlich. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer von der Arbeitspflicht entbindet.

Folgen einer Freistellung:

  • Bis zur gesetzlichen Kündigung kann der Arbeitnehmer seiner Arbeit nicht nachkommen.
  • Er muss sich vom Arbeitsplatz fernhalten.
  • Möglicherweise hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine Abfindung oder Schadensersatz.

Achten Sie darauf, dass der Urlaubsanspruch und die Überstundenvergütung nicht durch die Freistellung verfällt. „Freistellung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber“ weiterlesen

Arbeitsrechtliches:

Arbeitsentgelt

Die Höhe der Arbeitsvergütung (Entgelt) vereinbaren Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor Arbeitsbeginn. Sie ist im Arbeitsvertrag festgehalten. Sonst gelten die tariflichen oder betrieblichen Regelungen.

Urlaubs- und Weihnachtsgeld

Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sind Gratifikationen, die zu den Sonderzahlungen des Arbeitgebers gehören. Diese Zulagen macht er von der vergangenen und zukünftigen Treue des Arbeitgebers abhängig. Kündigt der Arbeitnehmer, so kann es sein, dass er einen Teil der Gratifikationen zurückzahlen muss.

Das 13. Monatsgehalt ist eine Sonderzahlung, die die Leistungen der Vergangenheit begleichen soll. Der Arbeitnehmer hat sich das 13. Monatsgehalt schon verdient bei der Auszahlung.

Gibt es Streit um Sonderzuwendungen bei einer Kündigung, so schalten Sie den Rechtsanwalt ein.

Feiertags- und Krankengeld

Ein Arbeitnehmer hat Anspruch auf Fortzahlung seines Entgelts, wenn:

  • die Arbeitszeit infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt.
  • er durch eine Krankheit arbeitsunfähig ist (Bedingung: Arbeitsverhältnis muss mindestens vier Wochen ununterbrochen bestehen) Er hat Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber für sechs Wochen. Danach hat er Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse.
  • er erneut an der gleichen Krankheit erkrankt. Er hat dann wieder neuen Anspruch auf sechs Wochen Entgeltfortzahlung. (Bedingung: dazwischen darf er sechs Monate nicht wegen der selben Krankheit krangeschrieben sein oder es müssen zwölf Monaten verstrichen sein, seit er das erste Mal wegen der Krankheit krankgeschrieben wurde)

Dienstwagen als Naturalvergütung

Zusätzlich zur Arbeitsvergütung kann eine „Naturalvergütung“ vereinbart werden. Ein Dienstwagen, den der Arbeitnehmer auch für private Zwecke nutzt, ist eine solche Naturalvergütung.

Der Arbeitnehmer hat auch im Falle

  • der Lohnfortzahlung,
  • im Krankheitsfall oder
  • im Falle der Freistellung nach einer Kündigung,

Anspruch auf die private Nutzung des Dienstwagens.

Das gilt, soweit nichts Gegenteiliges vereinbart wurde. Entzieht der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Dienstwagen vertragswidrig, so hat der Arbeitnehmer gegen den Arbeitgeber einen Anspruch auf Schadensersatz.

Arbeitsrechtliches: